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	<title>Der SEOdiot &#187; PhiloSEOphisches</title>
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	<description>Suchmaschinenoptimierung und Internet Marketing - mal etwas anders betrachtet.</description>
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		<title>Wie bringe ich mich um? Frag doch einfach Google&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 07:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seodiot</dc:creator>
				<category><![CDATA[PhiloSEOphisches]]></category>
		<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
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		<description><![CDATA[Nein, keine Angst &#8211; ich beabsichtige nicht&#8230; Aber es wurden schon so viele skurrile und kuriose Ergebnisse von Google Suggest veröffentlicht, dass ich mich in diese Liste auch mit einem Fundstück einreihen muss. Inzwischen habe ich ehrlich gesagt schon wieder vergessen, was ich eigentlich suchen wollte, aber auf die Eingabe von &#8220;wie &#8221; gibt Google [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, keine Angst &#8211; ich beabsichtige nicht&#8230; Aber es wurden schon so viele skurrile und kuriose Ergebnisse von Google Suggest veröffentlicht, dass ich mich in diese Liste auch mit einem Fundstück einreihen muss.</p>
<p><span id="more-563"></span>Inzwischen habe ich ehrlich gesagt schon wieder vergessen, was ich eigentlich suchen wollte, aber auf die Eingabe von &#8220;wie &#8221; gibt Google die folgenden, in meinen Augen nicht gerade unbedenklichen Vorschläge zurück:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-559  aligncenter" title="wie-bringe-ich-mich-um" src="http://www.seodiot.de/wp-content/uploads/2010/03/wie-bringe-ich-mich-um.jpg" alt="Google Suggest - wie bringe ich mich um?" width="600" height="467" /></p>
<p>Tja. Wie kann ich mich umbringen? Also wenn das jetzt vielleicht wirklich ein Spiegel unserer Gesellschaft ist, dann sollte man sich langsam Sorgen machen. Obwohl &#8211; der Überbevölkerung des Planeten würde es ja schon gut tun.</p>
<p>Ebenfalls nicht uninteressant finde ich aber &#8220;wie werde ich ihn los in 10 tagen&#8221;. Also Mädels &#8211; habt ihr echt noch nichts von ganz normalem Schlussmachen gehört? Müsst ihr auch da jetzt immer irgendwelche Pläne und Intrigen benutzen?</p>
<p>Seltsame Welt. Und das an einem Montag morgen.</p>


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		<title>Hermes Sendungsverfolgung &#8211; so wertvoll wie ein kleines Steak</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 06:51:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seodiot</dc:creator>
				<category><![CDATA[PhiloSEOphisches]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Business]]></category>
		<category><![CDATA[Usability]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer mir auf Twitter folgt, hats ja vielleicht mitbekommen. Die letzten Tage musste ich mich wiederholt &#252;ber die Hermes Online-Sendungsverfolgung emp&#246;ren. Denn die Idee eines solchen Dienstes ist ja grandios &#8211; die praktische Ausf&#252;hrung von Hermes jedoch ist in der Tat so wertvoll wie ein kleines Steak. Also wenn Du&#160; wissen willst, wo Dein Paket [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mir auf <a href="http://twitter.com/seodiot">Twitter</a> folgt, hats ja vielleicht mitbekommen. Die letzten Tage musste ich mich wiederholt &uuml;ber die Hermes Online-Sendungsverfolgung emp&ouml;ren. Denn die Idee eines solchen Dienstes ist ja grandios &#8211; die praktische Ausf&uuml;hrung von Hermes jedoch ist in der Tat so wertvoll wie ein kleines Steak. Also wenn Du&nbsp; wissen willst, wo Dein Paket ist &#8211; frag das St&uuml;ck Fleisch im K&uuml;hlschrank, dann wei&szlig;t Du genauso viel&#8230;</p>
<p><span id="more-462"></span>Ich fahre morgen mit meiner kleinen G&ouml;ttin in Urlaub. Erst Bamberg, Freundin besuchen, dann Hamburg, Reeperbahn unsicher machen, anschlie&szlig;end weiter aufs <a href="http://www.wacken.com">Wacken Festival</a> und danach dann noch spontane ein oder zwei Tage irgendwo an der Nordsee. Da mir Kartenlesen schon in die Wiege gelegt wurde und ich bisher immer &uuml;berall hinfand, habe ich mich bisher geweigert, mir ein Navi zuzulegen. Letztens durfte ich aber doch mal die Vorz&uuml;ge eines Navis zu sch&auml;tzen lernen, vor allem wenn man mal von der Route weg muss und beispielsweise eine Tankstelle sucht. Oder ein Restaurant. Am Montag kam daher der spontane Entschluss: im Budget ists locker noch drin, also was solls. Erspar Dir das Ausdrucken von Google Maps (so nebenbei:&nbsp;geh&ouml;ren solche Leute jetzt eigentlich auch zu den &quot;Internet-Ausdruckern&quot;? ;o) ) und das Lesen w&auml;hrend des Fahrens &#8211; cruise lieber entspannt durch Hamburg, lass Dich von einem Profi zum Hotel leiten und bekomm so auch noch was davon mit, was um Dich rum passiert und welche Sch&ouml;nheiten Hamburg im Vorbeifahren zu bieten hat.</p>
<p>Also am Montag Vormittag bei ebay geordert, sofort per PayPal bezahlt, Verk&auml;ufer angeschrieben, um sicherzustellen, dass es bis zum Urlaub hier ist, Best&auml;tigung bekommen, dass es schon verpackt ist und auf dem Stapel f&uuml;r Hermes liegt &#8211; und seitdem wei&szlig; ich nichts dar&uuml;ber, wo es jetzt im Moment ist, also ob es noch rechtzeitig kommt oder nicht.</p>
<p>Am Dienstag stand den ganzen Tag &uuml;ber noch sowas wie &quot;Informationen hier in K&uuml;rze&quot; in der Online-Sendungsverfolgung. Aha.</p>
<p>Am Mittwoch las ich &quot;Ihre Sendung ist im Verteilerzentrum angekommen&quot;. Soso. Sehr interessant. &Auml;hm &#8211; in welchem Verteilerzentrum denn? Da es am Dienstag fr&uuml;h beim Versender in N&uuml;rnberg abgeholt wurde &#8211; also innerhalb von 24 Stunden k&ouml;nnte es ja eigentlich schon die paar Kilometer bis zu unserem M&uuml;nchener Verteilerzentrum zur&uuml;ckgelegt haben. Oder etwa nicht? Liegt es vielleicht tats&auml;chlich noch in N&uuml;rnberg rum? Nichts genaues wei&szlig; man nicht&#8230;</p>
<p>Am gestrigen Donnerstag dann die Aufkl&auml;rung: &quot;Informationen hier in K&uuml;rze&quot;. Ui. Gut zu wissen. Es war also schon mal in einem Verteilerzentrum und ist jetzt &#8211; ja, wo auch immer. Ich werde es jedenfalls in K&uuml;rze erfahren.</p>
<p>Jetzt gerade habe ich nochmal reingesehen, denn langsam werde ich doch ein wenig nerv&ouml;s &#8211; und hurra! Da steht tats&auml;chlich: &quot;<font face="Arial, Helvetica" size="-1">Die Sendung ist auf Tour gegangen&quot;. Juhu, das freut mich aber f&uuml;r mein kleines Navi! Es durfte tats&auml;chlich auf Tour gehen! Wohin? Ach, das ist doch nebens&auml;chlich. Hauptsache, das Ding hat Spa&szlig;, oder?<br />
</font></p>
<p><font face="Arial, Helvetica" size="-1">Also Leute, wer auch immer bei Euch f&uuml;r dieses System verantwortlich ist:&nbsp;bitte &uuml;berdenkt doch nochmal, was Ihr da f&uuml;r Informationen </font>ausgebt. Mir als Kunde ist doch am wichtigsten, dass ich absch&auml;tzen kann. WO das Paket gerade ist. Also in welcher Stadt. Die Information, dass es in einem Versandzentrum liegt oder gerade auf Tour gegangen ist, ist ohne Ortsangabe einen feuchten Pfiferling wert. Nur wenn ich da sehen kann, dass es schon recht nahe bei mir angekommen ist, kann ich doch auch absch&auml;tzen, ob es heute an der T&uuml;r klingelt oder nicht. Klar, wenn man st&auml;ndig zu Hause ist, ist das auch kein Problem. Aber wenn man arbeiten und deswegen den Nachbarn Bescheid geben muss, ob an dem Tag von denen jemand daheim ist, damit man einen kleinen Zettel f&uuml;r den Hermes-Menschen hinterlegen kann, dann ist das schon wichtig zu wissen. Und nat&uuml;rlich h&auml;tte ich es mir auch ins B&uuml;ro schicken lassen k&ouml;nnen &#8211; aber wehe, wenn Ihr tr&ouml;delt und es w&uuml;rde erst morgen zugestellt, wenn dort niemand ist und erst am Montag in Empfang genommen werden kann, wenn ich schon die Odyssee durch Hamburg hinter mir habe. Au&szlig;erdem habe ich schon erlebt, dass irgendwelche Nebenjobbler f&uuml;r Hermes erst abends die Sachen ausfahren. N&ouml;n&ouml;, dann lieber nach Hause liefern lassen und einen Tag mehr Luft haben, um Lieferverz&ouml;gerungen abzufangen, da wir morgen erst sp&auml;t nachmittags losfahren. Aber hey, warum rechtfertige ich mich eigentlich daf&uuml;r, wo ich mir meine Bestellungen hinschicken lasse? Ich sollte vielleicht eher fragen, warum es mit Eurem &quot;Kurierdienst&quot; satte drei Tage dauert, um ein kleines P&auml;ckchen die l&auml;cherliche Strecke von N&uuml;rnberg nach Freising zu karren?</p>
<p>Ach, warum reg ich mich &uuml;berhaupt auf&#8230;?</p>
<p>Warum?&nbsp;Weil derartige Fehler sicher jeder von uns schon mal gemacht hat, wenn es um Websites geht. Gerade wir mit Programmierer-Hintergrund leiden oft an einer gewissen Betriebsblindheit. Wir wissen, was gemeint ist, wenn wir sowas wie &quot;Fehler beim Einlesen&quot; als Meldung ausgeben, denn wir wissen ja auch, bei welcher Operation wir diese Meldung &uuml;berhaupt ausgeben. Aber der Bediener? Der hat keine Ahnung, ob das jetzt beim Hochladen der CSV-Datei, beim Verarbeiten selbiger oder erst beim Abspeichern in der Datenbank gekracht hat und was er tun soll.</p>
<p>Und deswegen m&ouml;chte ich dieses Beispiel auch als Denkansto&szlig; an alle unter uns schicken, die mit irgendwelchen Systemen arbeiten, die einen Status oder Fehlermeldungen ausgeben. Denkt mal dr&uuml;ber nach, ob das, was Ihr da ausgebt, f&uuml;r den Benutzer wirklich Sinn macht.</p>
<p>Ein guter Tipp hierzu, den mir mal ein Programmier-Profi von Microsoft (ja, ich wei&szlig;, das ist ein Witz f&uuml;r sich, aber der war im Developper-Support und hatte daher nichts mit den nicht minder kryptischen Meldungen von Windows zu tun) gegeben hat: Wendet f&uuml;r jede Meldung vier W-Fragen an:</p>
<ul>
<li>Was genau ist passiert?</li>
<li>Wann ist das aufgetreten?</li>
<li>Warum ist das passiert?</li>
<li>Wie geht es weiter? (also im Falle eines Fehlers: wie kann ich ihn beheben?)</li>
</ul>
<p>Nicht, dass ich selber da immer das beste Vorbild w&auml;re, aber wer sich an diese Fragen h&auml;lt und diese in seinen Status-/Fehlermeldungen von vorne herein beantwortet, der wird deutlich qualifiziertere Anrufe in der Hotline haben &#8211; und viel weniger n&auml;gelkauende Benutzer vor den Bildschirmen&#8230;</p>


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		<title>Mein dickster Kumpel: Google</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 12:58:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>seodiot</dc:creator>
				<category><![CDATA[PhiloSEOphisches]]></category>
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<h2><span id="more-385"></span>Das Internet &#8211; ein 08/15-Space f&uuml;r 08/15-Leute</h2>
<p>Die Frage, was man im Internet eigentlich sucht stellt sich zwar nicht jeder Surfende so bewusst, aber derjenige, der das tut, wird eigentlich immer auf eine Abwandlung des grunds&auml;tzlichen Bed&uuml;rfnisses kommen: ich will dort etwas finden, was MIR&nbsp;PERS&Ouml;NLICH gef&auml;llt. Also egal ob es um Unterhosen, Videos, Cartoons, Bilder, soziale Kontakte, technische Informationen oder Verschw&ouml;rungstheorien geht. Jeder kommt (hoffentlich) mal auf mindestens eine Seite, &uuml;ber die er sagen kann:&nbsp;das gef&auml;llt mir &#8211; da bleibe ich h&auml;ngen &#8211; da gehe ich wieder hin &#8211; damit identifiziere ich mich.</p>
<p>Die Sache ist nur &#8211; diese subjektiv tollen Seiten sind doch genau das: subjektiv! Was mir gef&auml;llt und was ich gerne besuche, muss sich nicht notwendigerweise mit dem decken, was Du lieber Leser toll findest und gerne besuchst. Nat&uuml;rlich gibt es immer &Uuml;berschneidungen. Gruppenzugeh&ouml;rigkeiten. Interessensverwandtschaften. Doch geh&ouml;rt ein Mensch ja nicht nur einer solcher Gruppe an, sondern beliebig vielen gleichzeitig.</p>
<h2>Meine Unterhose &#8211; Deine Unterhose</h2>
<p>Welche Kleidung tr&auml;gst Du? Mit welchem Stil identifizierst Du Dich? Darauf gibt es sicher dutzende von Antwortm&ouml;glichkeiten und viele kleiden sich auch je nach Anlass oder Laune sogar in verschiedenen Stilen. Wenn ich aber zum Beispiel nach einem T-Shirt suche &#8211; nun, ich bin bekennender, langhaariger Metaller, also bevorzuge ich in erster Linie nat&uuml;rlich schwarze, ansonsten aber m&ouml;glichst dunkle Klamotten sowie Band-Shirts oder zumindest (schwarze) Shirts mit ruhig etwas abgefahreren Motiven. Wer mir da mit wei&szlig;en, gelben, roten, gr&uuml;nen oder blauen Shirts kommt, den beachte ich gar nicht.</p>
<p>Wenn ich nun aber f&uuml;r diese Suche Google oder eine beliebige andere Suchmaschine bem&uuml;he? Genau: ich bekomme auf den ersten drei Millionen Suchergebnissen f&uuml;r &quot;T-Shirt&quot; eigentlich ausschlie&szlig;lich diese gelben, gr&uuml;nen, roten oder blauen Shirts angeboten. Weil das nun mal der Durchschnittsgeschmack ist. Den aber eigentlich auch wiederum keiner von uns genau teilt. Jeder von uns weicht mehr oder weniger deutlich von diesem Durchschnitt ab.</p>
<h2>Gute Suchergebnisse &#8211; und passende Suchergebnisse</h2>
<p>Was w&auml;re dann aber f&uuml;r mich (und somit auch f&uuml;r jeden anderen, der nicht 100% dem Durchschnittsgeschmack folgt) ein wirklich gutes Suchergebnis? Genau: eines, das mir nur f&uuml;r meinen Geschmack passende Ergebnisse liefert. Aber nicht diesen ausgemittelten Durchschnittsbrei. Und auch nicht erst, wenn ich die Suche mit zig weiteren Begriffen und Ausschl&uuml;ssen so weit verfeinert habe. Eine Suchmaschine, die mir genau das einfach bei Eingabe von &quot;T-Shirt&quot; liefern kann &#8211; w&auml;re das nicht ein Traum?</p>
<p>Nein, w&auml;re es nicht. Es w&auml;re ein absoluter Alptraum. Zumindest f&uuml;r uns SEOs. Denn dann g&auml;be es ja &uuml;berhaupt keine statischen Ergebnisse mehr und wir k&ouml;nnten nicht mehr die Platzierung als Ma&szlig; unseres Erfolges heranziehen. Wir m&uuml;ssten auf so etwas ekliges wie Webstatistiken ausweichen. Zahlenwuste und Tortendiagramme und sonstiges Ged&ouml;ns, das doch nur studierte Mathematiker richtig zu interpretieren wissen. Unser durchschnittlicher Website-Betreiber w&auml;re damit jedenfalls hoffnungslos &uuml;berfordert. Also m&uuml;ssten wir viel mehr Arbeit in Schulung investieren, um ihnen das Lesen dieser Zahlen beizubringen. Aber halt &#8211; da sind wir ja schon weit au&szlig;erhalb unseres Bereiches und betreten das &uuml;bergeordnete Revier des Marketing-Menschen, dessen Aufgabe das normalerweise ist&#8230;</p>
<h2>Interessen vs. Interessen</h2>
<p>Wer h&auml;tte also so ein absurdes Interesse an personalisierten Suchergebnissen? Der Website-Betreiber sicher nicht. Und sein beratender SEO auch nicht. Denn das verkompliziert die Sache doch nur unn&ouml;tig. Einheitliche Suchergebnisse, feste Platzierungen, statische Suchh&auml;ufigkeiten, genau kalkulierbare Sichtbarkeiten, Klickraten, Konvertierungsraten und dementsprechend vorhersagbare Ums&auml;tze und ROI-Ermittlungen f&uuml;r jegliche Werbeausgabe &#8211; basta.</p>
<p>Ups &#8211; stimmt. Da war ja was. Es gibt ja auch noch die tats&auml;chlichen Menschen, die das Internet f&uuml;r sich nutzen. Um dort einzukaufen, nach Informationen zu recherchieren, Freunde zu finden und Kontakte zu pflegen, zu spielen oder mit anderweitigem Am&uuml;sement einfach nur Zeit zu verplempern.</p>
<p>Und ja, ich glaube fest daran, dass es in deren Interesse w&auml;re, wenn &quot;das Internet&quot; besser auf Ihre pers&ouml;nlichen Bed&uuml;rfnisse und Interessen zugeschnitten w&auml;re.</p>
<h2>Ein Freund, der mich gut kennt&#8230;</h2>
<p>Das Problem an dieser Geschichte ist aber: wer mir wirklich passende, pers&ouml;nliche Vorschl&auml;ge unterbreiten will, der muss mich kennen. Und zwar ziemlich gut. Dem reicht es nicht zu wissen, dass ich bei Freising wohne, m&auml;nnlich und Ende 30 bin, in einer wilden Ehe mit einem Gesamtjahreseinkommen etwas &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt lebe, zwei Meerschweinchen und ein Auto habe. Der muss schon auch wissen, dass ich eben lange Haare habe, Gitarre spiele und dem schwarzgekleideten, metallischen Stil angeh&ouml;re. Und er sollte auch wissen, dass er mir kein Shirt von Metallica zu empfehlen braucht, weil ich die schei&szlig;e und langweilig finde, sondern dass ich eher Interesse an Klamotten von Beneath the Massacre, Behemoth oder Psyopus habe.</p>
<p>Aber wie will derjenige das lernen, wenn er mir nicht zuh&ouml;rt oder mich ansieht und vielleicht sogar gezielte Fragen stellt? Genau: gar nicht.</p>
<p>Und schon sind wir n&auml;mlich bei der Personalisierung. Wenn eine Suchmaschine wirklich gute, weil pers&ouml;nlich passende Ergebnisse liefern will, dann muss sie schon auch wissen, wer konkret hinter dieser Suchanfrage steckt. Die Suchmaschine muss genau erkennen: &quot;ach ja, das ist ja der Sediot &#8211; dem brauch ich die neue Kollektion von otto.de gar nicht vorzuschlagen, aber letztens hab ich doch da diese neue Seite namens metalshirts.de gefunden, die m&uuml;sste ihm doch eigentlich gefallen. Mal sehen, ob er sie sich ansieht und ob er dort h&auml;ngenbleibt oder ob er gleich wieder zu mir zur&uuml;ckkommt&quot;.</p>
<h2>Personenbezogene Daten</h2>
<p>Patsch! Und schon sind wir aber da, wo sich alle selbsternannten Datensch&uuml;tzer und viele Aus-Prinzip-Nein-Sager sofort auf die n&auml;chstgelegene Barrikade schmei&szlig;en, in Hungerstreik treten und mit Selbstverbrennung drohen. Denn so etwas darf doch nicht sein. Also wer so viele Daten &uuml;ber jemanden sammelt, der kann doch nur Schindluder damit vorhaben! Denn allein schon die M&ouml;glichkeit dazu zu haben &#8211; undenkbar!</p>
<p>Komischerweise haben genau diese Leute aber meistens &uuml;berhaupt kein Problem damit, sich teilweise sogar in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber ihre Person auszulassen, &uuml;ber ihre Gewohnheiten und Vorlieben zu sprechen und ihre Facebook- und MySpace-Seiten mit peinlichen Bildern sowie ihre privaten Blogs mit Geschichten und Anekdoten zu f&uuml;llen, die auch mal unter die gesch&auml;ftsmoralische G&uuml;rtellinie gehen. Oder diese oder jene Geschichte oder Info auszupacken und einem &quot;Wildfremden&quot;, gerade erst kennengelernten Menschen beim Stammtisch oder Bloggertreffen oder der After-Konferenz-Party zu erz&auml;hlen. Eine Doppelmoral also?</p>
<p>Genauso wird wohl niemand ernsthaft behaupten, er gehe lieber in ein v&ouml;llig anonymes Gesch&auml;ft, wo ihn niemand kennt und wo er keine Beratung bekommt, weil der Verk&auml;ufer ja keine Fragen stellen darf, wenn er als Alternative seinen Stammladen zur Auswahl hat, in dem er mit allen Verk&auml;ufern schon per Du ist und wo ihm einer vom Personal schon beim Eintreten entgegengewinkt und sagt &quot;Gr&uuml;&szlig;i-Gott, der Herr Seodiot &#8211; f&uuml;r Sie hab ich doch gleich was, was Sie interessieren k&ouml;nnte. Ist gestern frisch reingekommen und da hab ich doch gleich an Sie gedacht&quot;&#8230;</p>
<h2>Mensch vs. Maschine</h2>
<p>Wo ist nun aber eigentlich der prinzipielle Unterschied darin, ob ein Mensch oder eine Maschine mich so kennenlernt, um mich derart personalisiert bedienen zu k&ouml;nnen? Warum ist das eine selbstverst&auml;ndlich und wird sogar insgeheim als Top-Service genossen &#8211; wohingegen das andere ja total b&ouml;se ist und verteufelt wird?</p>
<p>Ich wei&szlig; es nicht. Ich kenne nur einige Argumente derer, die absolut dagegen sind, sich derart mit einer Maschine anzufreunden. Mein Problem damit ist nur: wie unsinnig sind eigentlich die meisten dieser Argumente, wenn man sie genauer betrachtet und mit dem Leben au&szlig;erhalb des Cyberspace vergleicht?</p>
<h2>Wer Macht hat, missbraucht sie auch. Punkt.</h2>
<p>Der m&ouml;gliche Missbrauch wird oft als Erstes angebracht. Big G k&ouml;nnte ja. Wenn sie wollten. Und wieso sollten sie nicht wollen, schlie&szlig;lich h&auml;tten sie ja diese Macht. Und deswegen wird der Tag kommen, an dem es scheppert und jeder, der sich so bereitwillig den Datensammlern hingegeben hat, reum&uuml;tig zu Kreuze kriecht und &quot;ach, h&auml;tte ich damals nur auf Dich geh&ouml;rt und h&auml;tte mich widersetzt&quot; jammert.</p>
<p>Aber hierzu muss ich zuallererst mal fragen: was sollen sie denn eigentlich mit diesen Daten b&ouml;ses anstellen? Deine Adresse an Werbekunden verkaufen, damit Du mit Post zugem&uuml;llt wirst? Dem Finanzamt einen automatischen Hinweis schicken, wenn Du &uuml;ber Google Mail ein kleines, privates Gesch&auml;ftchen aushandelst? Beim n&auml;chsten Polizeirevier vollautomatisch Anzeige erstatten, wenn Du nach illegalen Downloads suchst?</p>
<p>Glaubt Ihr wirklich, dass Google so etwas riskiert? Wenn auch nur ein einziger, derartiger Fall bekannt w&uuml;rde &#8211; w&auml;re das nicht ein immenser Vertrauensbruch und damit vielleicht sogar der Anfang vom Ende dieses Unternehmens? Liegt es also nicht im ureigensten Gesch&auml;ftsinteresse von Google, genau solche F&auml;lle des Missbrauchs der gesammelten Daten mit allen Mitteln zu verhindern?</p>
<p>Nat&uuml;rlich &#8211; alles, was wir haben ist &quot;do no evil&quot;. Aber mal ehrlich: haben Eure Kunden, Gesch&auml;ftspartner, Freunde und Bekannte denn wirklich so viel mehr in der Hand als auch nur Euer pers&ouml;nliches &quot;I do no evil!&quot;? Und vertrauen sie Euch nicht dennoch? Und umgekehrt:&nbsp;vertraut nicht auch ihr Ihnen, obwohl sie Euch genauso ablinken k&ouml;nnten? Nicht jedes Unternehmen ist doch von Haus aus b&ouml;se. Warum also sollte ausgerechnet Google das sein?</p>
<h2>Die wollen doch nur mein Geld!</h2>
<p>Das zweite gro&szlig;e Argument ist dann immer, dass Google die gesammelten Daten ja daf&uuml;r verwendet, um gezielter AdWords und AdSense-Anzeigen schalten und damit mehr Geld verdienen zu k&ouml;nnen. Ach, wie b&ouml;se ist das?!</p>
<p>Macht nicht der Inhaber Deines Lieblings-Klamottengesch&auml;fts genau das gleiche? Oder Dein Buchh&auml;ndler? Oder Dein Friseur? Und bist Du da nicht eigentlich sogar froh &uuml;ber diesen Service? Wenn Dir ein Verk&auml;ufer, den Du gut kennst und der vor allem Dich gut kennt, etwas empfiehlt, von dem er glaubt, dass Dir das gefallen k&ouml;nnte und es gef&auml;llt Dir nun mal wirklich, eben weil er Dich und Deinen Geschmack gut kennt &#8211; bist Du ihm dann b&ouml;se deswegen? Oder kehrst Du dann auf der Stelle um und kaufst es Prinzip woanders, nur damit dieser Schn&uuml;ffler keinen Cent an Dir verdient?</p>
<p>Aber auch wenn Ihr es nicht glaubt: Euer Lieblings-Buchh&auml;ndler bietet diesen Service in erster Linie nicht, weil Ihr so ein toller Kumpel von ihm seid &#8211; sondern weil es ihm um sein Gesch&auml;ft geht. Ihr macht doch auch nichts anderes, wenn Ihr Affiliates seid! Ihr baut doch vielleicht auch sogar einen Blog auf, geht dort auf &quot;virtuelle Freundschaften&quot; mit anderen Bloggern ein und lasst dann den einen oder anderen Linktipp mit einer Affiliate-ID dran fallen. Oder etwa nicht? Mal gaaaanz ehrlich&#8230;?!&nbsp;;)</p>
<p>Also geht doch mal in Euch und versucht Euch zu erinnern, wie oft Ihr bei einer Kaufentscheidung schon dem Rat eines Menschen gefolgt seid, der Euch mehr oder weniger gut kennt und wor&uuml;ber Ihr im Nachhinein echt zufrieden seid. Oder wie oft Ihr schon eine Empfehlung ausgesprochen habt, bei der Ihr auch was dran verdient habt. Und derjenige, der dann ohne solche Erinnerung dasteht, der werfe bitte den ersten Stein auf Google&#8230;! <img src='http://www.seodiot.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<h2>Google, die Wurzel allen &Uuml;bels!</h2>
<p>Und &uuml;berhaupt: warum wird diesbez&uuml;glich eigentlich nur immer auf Google gezeigt? Amazon hat doch so weit ich jetzt ohne Nachsehen wei&szlig;, keinen geringeren Marktanteil beim Online-Buchhandel als Google ihn bei Suchmaschinen hat, ist also genauso de-facto-Monopolist &#8211; aber habe ich schon jemals von irgendjemandem geh&ouml;rt, dass Amazon es doch bitte unterlassen soll, B&uuml;cher oder Videos oder Spiele oder sonstwas aufgrund der bisher get&auml;tigten Eink&auml;ufe vorzuschlagen? Ich glaube nicht&#8230;</p>
<p>Und sind dann nicht auch alle anderen Shops oder auch Gesch&auml;fte im Nicht-Cyberspace zu verfluchen, die &auml;hnliche Verkaufs-Strategien haben? Personalisierte Newsletter und pers&ouml;nliche Empfehlungen sind doch im Gegenteil eher schon wieder der Geheimtipp unter den Marketern. Finde heraus, was dem Kunden bisher gefallen hat und schicke ihm dazu passende, weitere Vorschl&auml;ge. Nix da &#8211; das sind personalisierte Daten und damit verwerflich, also weg mit solchen Methoden!</p>
<p>Und wie sieht es eigentlich mit den ganzen Bannerschleudern und Ad-Rotatoren auf gro&szlig;en, kommerziellen Websites aus? Ich setze beim Betrachter ein Cookie und merke mir, welche Banner er schon gesehen und auf welche er tats&auml;chlich geklickt hat &#8211; und wenn er wo geklickt hat, kann ich ihm beim n&auml;chsten mal ja ein Banner vorsetzen, das etwas mit dem zu tun hat, worauf er schon mal angesprungen ist. Klagt hier&uuml;ber eigentlich irgendjemand? Ich glaube nicht. Obwohl auch hier rein das Interesse am Verdienst im Vordergrund steht.</p>
<p>Oder im erweiterten Sinne: die immer beliebter werdenden Affiliate-Websites, die sich auf eine kleine Zielgruppe fokussieren. Dort wird bewusst ein Umfeld geschaffen, um diese Leute auf die Seite zu locken, auf der sie sich dann aber auch wohlf&uuml;hlen und ein Klick auf einen Link oder ein Banner also umso wahrscheinlicher wird. Und wieder passiert das nur mit dem Hintergedanken an den Scheck am Monatsende, der da von Zanox oder Adbutler oder sonstwem in der Post liegt. Ist das aber eigentlich auch nichts anderes als das, was Google tut &#8211; nur eben mit anderen Mitteln?</p>
<h2>Leben und Leben lassen</h2>
<p>Ich glaube ja, viel Kritik wird nur von Neidern ge&uuml;bt. Je erfolgreicher jemand ist, desto mehr Neider wird es geben. Und je mehr Neider es gibt, desto mehr Zwietracht s&auml;en sie und desto mehr Nachplapperer gibt es. Und da Google nun mal so unglaublich erfolgreich ist&#8230;? Klar, dass man da versucht, so viel ans Bein zu pinkeln wie m&ouml;glich &#8211; und ein Hebel ist eben die der personenbezogenen Daten, die Google &uuml;ber Suchende speichert.</p>
<p>Genau dieser Hebel wird aber meiner Meinung nach total &uuml;bertrieben angesetzt. Aus einer M&uuml;cke werden absichtlich Elefanten aufgeblasen, um eine nicht existierende Bedrohung zu suggerieren und moralisch verwerfliches, gieriges Handeln vorzuwerfen, das aber in der Gesch&auml;ftswelt eigentlich schon seit Jahrhunderten gang und g&auml;be ist, auch wenn es erst seit ein paar Jahrzehnten in so einem Regelwerk wie &quot;Marketing&quot; zusammengefasst und als eigene Wissenschaft gelehrt wird.</p>
<p>Messen wir doch einfach mal Google mit den gleichen, fairen, moralischen Gesetzen wie jedes andere Unternehmen &#8211; oder doch lieber umgekehrt jedes andere Unternehmen mit den offenbar deutlich strengeren moralischen Gesetzen, die bei Google oft angelegt werden? Was sollen wir tun? Ist die Gleichbehandlung nicht eigentlich oberstes demokratisches Prinzip? Aber welches Ma&szlig; nehmen wir nun?</p>
<p>Und was denkt Ihr jetzt so &uuml;ber das Thema?</p>


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