HochgeschwindigkeitsSEO – Unwort des Jahres

Natürlich ist in der Szene jedem dieses Wort ein Begriff. Aber als alter Wortklauber küre ich das schon jetzt zum Unwort des Jahres. Was hat SEO mit Hochgeschwindigkeit zu tun? Ist es wirklich erstrebenswert, als erster „Fertig“ zu rufen? Und sind die Methoden, die eine Website schnell nach vorne bringen, nicht auch genau diejenigen, die sie auch sehr schnell in eine Penalty schießen?

Sieht man sich das weite Feld der Teilnehmer mal so an, scheint auch genau das betrieben zu werden: da wird auf Teufel komm raus gestufft, massiv spammy Links aufgebaut, negative SEO betrieben und überhaupt kiloweise Inhalt mit sehr fragwürdiger Qualität herausgerotzt, frei nach dem Motto: wie verwässere ich den Inhalt über möglichst viele Absätze oder Unterseiten, nur damit Google denkt, ich hätte den Größten.

Also nicht missverstehen. Ich meine das nicht unbedingt pauschal. Die derzeitigen Spitzenkandidaten von hochgeschwindigkeitsseo.net, netclosing.de oder der HochgeschwindigkeitsSEO-Star haben da schon was Beachtliches auf die Beine gestellt. Aber die große Frage, die sich mir bei der ganzen Aktion einfach stellt: ist das auch nachhaltig?

Sehr interessant finde ich auch, dass sich sehr viele der bekannten Profis komplett enthalten. Warum eigentlich? Wissen sie, dass der Rest keine Chance hätte? „Stehen sie drüber“? Oder machen sie einfach keine Schnellschüsse, wenn’s um SEO geht, weil sie genau wissen, dass diese Gebilde wohl bald wieder zusammenkrachen werden?

Man weiß es nicht.

Ich weiß jedenfalls: wer heute Abend um 22 Uhr auf Platz 1 ist, interessiert mich nur insofern, weil ich wissen möchte, ob und wo dieser Erstplatzierte mit diesem Begriff in 2 Wochen, zwei Monaten, einem halben Jahr und in einem ganzen Jahr stehen wird. Denn nur wer dann immer noch vorne mitspielt hat bewiesen, dass er tatsächlich in dieser kurzen Zeit die richtige Balance gefunden hat, um an einer Penalty vorbeizuschrammen.

Over-Optimization Penalty in der realen Welt – alles ist Fußball!

Fällt Euch eigentlich auch auf, dass langsam alles und jedes Produkt wieder „Fußball“ wird? Dass ein Hersteller von Erfrischungsgetränken (oder sagen wir „gefärbtes Zuckerwasser“ dazu?) die EM für seine Werbezwecke einspannt, ist ja schon altbekannt. Und dass Haselnuss-Schnitten Sammelbilder für die Klebe-Alben beiliegen, lässt mich auch nicht mehr aufhorchen. Umso mehr aber ein Brief von Creditplus, auf dessen Umschlag in großen, freundlichen Lettern „Erfahren Sie, was Ihr Konto mit Fußball zu tun hat“ steht…!
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Halbwissen-SEO

Dass es in unserer Zunft leider immer wieder selbsternannte Experten gibt, die mal ein paar PDFs und 50 Einträge im SEOmoz-Blog gelesen haben und mit diesem Halbwissen ausgestattet meinen, Unternehmen kompetent beraten zu können, wissen und missbilligen wir ja alle. Ich denke, jeder hatte auch schon Kunden mit entsprechender Vorbelastung. Es gibt aber eine noch viel schlimmere Art von Halbwissen-SEO, die sogar bei echten Experten auftritt!
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Wie bringe ich mich um? Frag doch einfach Google…

Nein, keine Angst – ich beabsichtige nicht… Aber es wurden schon so viele skurrile und kuriose Ergebnisse von Google Suggest veröffentlicht, dass ich mich in diese Liste auch mit einem Fundstück einreihen muss.

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Hermes Sendungsverfolgung – so wertvoll wie ein kleines Steak

Wer mir auf Twitter folgt, hats ja vielleicht mitbekommen. Die letzten Tage musste ich mich wiederholt über die Hermes Online-Sendungsverfolgung empören. Denn die Idee eines solchen Dienstes ist ja grandios – die praktische Ausführung von Hermes jedoch ist in der Tat so wertvoll wie ein kleines Steak. Also wenn Du  wissen willst, wo Dein Paket ist – frag das Stück Fleisch im Kühlschrank, dann weißt Du genauso viel…

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Mein dickster Kumpel: Google

Es ging ja durch alle Blogs: Google blendet nun auch in Deutschland verstärkt lokale Suchergebnisse ein. Und zwar unabhängig von der Regionalität der Anfrage. Anhand der IP-Adresse des Suchenden wird nun für "Pizza" automatisch ein Block mit lokalen Ergebnissen aus München oder Berlin präsentiert, auch wenn man nicht nach "Pizza München" oder "Pizza Berlin" gesucht hat. Über diese reine Feststellung hinaus habe ich mir aber nicht zuletzt dank der Anregungen und Kommentare von Vincent von Fireball mal ein paar Gedanken zum gläsernen Besucher gemacht, den so viele ja bald mehr fürchten als den Teufel persönlich…

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