Die perfekte OnPage-Optimierung

Lange wollte ich schon mal wieder einen grundlegenden Artikel eindeutschen, um ihn auch für diejenigen zugänglich zu machen, die des Englischen nicht so mächtig sind. Kandidaten gab es mehrere, aber es fehlte an der Zeit. Der aktuelle Artikel von Rand Fishkin über die perfekte OnPage-Optimierung jedoch – der ist wie ich finde so elementar wichtig, dass ich gar nicht anders konnte…

Die Bilder hab ich so gut als möglich nachgebaut bzw. auf ein wenig aussagekräftiges habe ich einfach verzichtet. Also gehts los:


Wie baue ich die perfekt optimierte Seite?

Wenn Du mit SEO zu tun hast, hörst Du diese Frage sicher sehr oft. Leider gibt es darauf aber keine allumfassende Standard-Antwort, allerdings können wir auf eine Reihe von Best Practises zurückgreifen, um der Sache nahe zu kommen. In diesem Beitrag werden wir also die wichtigsten Empfehlungen kennen lernen, um eine Seite bezüglich der OnPage-Faktoren "perfekt" zu optimieren – oder dem zumindest so nahe wie möglich zu kommen. Manche dieser Empfehlungen werden durch gesammelte Daten gestützt, manche durch Studien von Korrelationen (Anmerkung: gemeint ist hier die Betrachtung der Top-Ergebnisse und wie sie bezüglich des vermuteten Zusammenhangs aufgebaut sind, also beispielsweise "wo genau innerhalb des Titels steht bei den Top-Ergebnissen das Keyword") und ausführliches Testen, wohingegen andere einfach dem "Bauchgefühl" entstammen müssen, das sich mit steigender SEO-Erfahrung von selbst entwickelt. Wie mit allen Dingen, die mit SEO zu tun haben, empfehlen wir ständiges Testen und Verfeinern – und das Wissen aus diesem Artikel kann Dir dabei helfen, diesen Prozess anzustoßen.

die-perfekt-optimierte-seite

HTML Head Tags

  • Title – als wichtigstes Meta-Element innerhalb einer Seite sollte der Seitentitel das Keyword bzw. die Begriffskombination bevorzugt ganz am Anfang beinhalten. In Studien ergab sich eine deutliche Korrelation zwischen der Position des Keywords innerhalb des Seitentitels und der Platzierung. Das Keyword gleich am Anfang des Seitentitels zeigte hierbei den höchsten Zusammenhang mit guten Rankings, während darauf folgende Positionen im Seitentitel nahezu immer mit schlechteren Rankings in Verbindung standen.
  • Meta Description – obwohl sie von keiner der großen Suchmaschinen für das tatsächliche Ranking verwendet wird, ist die Meta-Description wegen des Fettdrucks der Suchbegriffe in den Ergebnis-Snippets ein wichtiger Ort, um dort Keywords und Begriffskombinationen unterzubringen. Für die Verwendung einer guten Meta-Description konnte auch schon gezeigt werden, dass sie die Klickrate deutlich verbesserte, wodurch sich der Traffic erhöhte, der aus einer beliebigen Position generiert werden kann.
  • Meta Keywords – Yahoo! ist die einzige Suchmaschine, die Meta Keywords aufzeichnet und sie zum Auffinden, jedoch nicht für das Ranking verwendet. Da sich aber abzeichnet, dass Microsofts Bing demnächst die Yahoo! Suche überholen wird, verschwindet somit auch die allerletzte Daseinsberechtigung für die Verwendung dieses Elements. Punkt.
  • Meta Robots – obwohl dieses Element für Suchmaschinen nicht notwendig ist, sollte es, wenn es dennoch verwendet wird, zumindest NIEMALS irgendwelche Direktiven enthalten, die einer Suchmaschine möglicherweise den Zugriff auf diese optimierte Seite verbieten oder einschränken.
  • Rel="Canonical" – je größer und komplexer eine Website (und je größer und komplexer die Gruppe der Menschen, die daran arbeitet) wird, desto stärker empfehlen wir den Einsatz des Canonical URL Tags, um mögliche Probleme für Suchmaschinen und das eventuelle Aufsplitten von Link Juice durch Duplikate oder unbeabsichtigt an URLs angehängte Parameter zu vermeiden.
  • Andere Meta Tags – Meta Tags wie die von DCMI oder FGDC mögen verlockend aussehen, bieten aber bei den großen Suchmaschinen derzeit keinerlei Vorteile für SEO und führen daher nur zu unnötiger Komplexität und erhöhter Ladezeit.

URL

  • Länge – kürzere URLs scheinen in Suchmaschinen besser abzuschneiden und führen auch eher dazu, dass sie in anderen Websites verlinkt oder per Email oder Mundpropaganda weiterempfohlen werden.
  • Positionierung des Keywords – je näher das Keyword beim Domain-Namen steht, desto besser. Deswegen schneidet website.de/keyword besser ab als website.de/ordner/unterordner/keyword und daher ist das die empfohlene Optimierungsmethode (obwohl es sicherlich keinen massiven Ranking-Vorteil bringt).
  • Subdomain oder Seiten – trotz des leichten Längenvorteils, den ein Keyword als Subdomain-Name oft gegenüber Unterordnern oder Seiten hat, verschieben die Algorithmen für die Linkpopularität den Vorteil wieder zugunsten der Unterordner und Seiten.
  • Wort-Trenner – Bindestriche sind immer noch die besten Keywort-Trenner in URLs und obwohl Suchmaschinen versprechen, auch Unterstriche bald genauso zu behandeln, sind Bindestriche definitiv die beste Wahl.

Body Tags

  • Anzahl der Keyword-Wiederholungen – Es ist unmöglich, eine exakte, optimale Zahl zu nennen, wie oft ein Keyword oder eine Begriffskombination in einer Seite erscheinen muss, aber die folgende, einfache Regel hat uns lange Zeit sehr gute Dienste geleistet: "2-3x in kurzen Seiten, 4-6x in längeren Seiten und niemals öfter als es im Kontext des Inhaltstextes Sinn macht." Der zusätzliche Nutzen einer weiteren Erwähnung des Keywords ist so minimal, dass es töricht ist, mit dieser Maßzahl derart aggressiv zu argumentieren, wie es mir (dem SEOdioten, nicht Rand) schon öfter untergekommen ist.
  • Keyword-Dichte – Ein absoluter Mythos als algorithmische Komponente, aber nichtsdestotrotz spukt die Keyword-Dichte nach wie vor sogar in den Gehirnen sehr scharfsinniger SEO-Geister umher. Während natürlich feststeht, dass die häufigere Verwendung eines Keywords oder einer Begriffskombination möglicherweise das Ranking verbessert, besteht kein Zweifel daran, dass die Keyword-Dichte an sich niemals die Formel war, nach der dieser Zusammenhang gemessen wurde.
  • Keyword-Variationen – Lange wurde vermutet, dass die Variation von Keywords innerhalb einer Seite das Ranking beeinflusst. Und obwohl es niemals derart ausführlich studiert wurde, dass es Rand überzeugt hätte, lautet die Empfehlung dennoch, wenigstens ein oder zwei Variationen eines Begriffs und Kombinationen aufgetrennt voneinander zu verwenden, wie im Bild oben gezeigt wird.
  • H1 Überschrift – Vom H1 Tag wurde lang vermutet, dass er eine große Rolle in der OnPage-Optimierung spielt. Kürzlich ermittelte Korrelationsdaten haben jedoch gezeigt, dass er nur in sehr geringem Zusammenhang mit hohen Rankings steht (fast Null, um genau zu sein). Das wäre an sich ein verlockender Beweis, allerdings heißt Korrelation niemals automatisch Ursache, weshalb auch wegen der semantischen Gründe immer noch dazu geraten werden muss, den H1-Tag sauber als Überschrift der Seite zu verwenden und die beabsichtigten Suchbegriffe dort unterzubringen.
  • H2/H3/H4/Hx – Noch weniger bedeutend als H1, weshalb die Empfehlung lautet, diese nur zu verwenden, wenn sie benötigt werden oder sie zu einer lesbareren Struktur des Inhalts führen. Wie es scheint, besitzen diese Überschriften aber keinerlei Wert für SEO.
  • Alt Attribut – Überraschenderweise zeigte sich, dass das Alt-Attribut in einem hohen Zusammenhang mit hohen Rankings steht, obwohl lange vermutet wurde, dass es nur wenig Wert für SEO besitzt. Daher muss dringend dazu geraten werden, zu jedem Text auf wichtigen Keyword-Seiten ein Bild, Foto oder eine Illustration mit dem Keyword im Alt-Attribut zu verwenden.
  • Dateiname des Bildes – Da eine nicht zu unterschätzende Menge Traffic von der Bildersuche kommen kann und die Dateinamen der Bilder sowohl für diese Bildersuche als auch für die normale Web-Suche eine Rolle zu spielen scheinen, sollte der Dateiname des in der Seite verwendete Bildes ebenfalls das Keyword enthalten.
  • Bold/Strong – Ein Keyword fett auszuzeichnen scheint ein klein wenig SEO-Gewicht auszumachen, weshalb es als Best Practise angesehen werden muss, das Keyword wenigstens einmal im Text fettgedruckt zu verwenden, auch wenn es nur einen kleinen Bonus bringt.
  • Italic/Emphasized – interessanterweise scheint auch kursiv ausgezeichneter Text genauso wie fettgedruckter eine klein wenig höhere Korrelation mit besseren Rankings zu haben, weshalb Keywords auch derart hervorgehoben werden sollten.
  • Interne Link Anchors – Kein Test hat jemals bestätigt, dass interne Anchors von den Suchmaschinen verwendet oder honoriert werden.
  • HTML Kommentare – Genauso wie die internen Anchors scheinen Suchmaschinen HTML-Kommentare völlig zu ignorieren.

Interne Links und Position innerhalb der Site-Architektur

  • Klicktiefe – Die generelle Empfehlung lautet: je wettbewerbsintensiver ein Keyword oder eine Begriffskombination ist, desto höher sollte die dazugehörige Seite innerhalb der Website angesiedelt sein. Im Klartext: je schwerer ein Begriff, desto weniger Klicks sollten nötig sein, um von der Startseite aus zu der entsprechend optimierten Seite zu gelangen.
  • Anzahl der internen Links – Besser verlinkte Seiten tendieren zu höheren Rankings und deswegen kann es für wettbewerbsintensivere Begriffe hilfreich sein, die dazugehörigen Seiten von einer größeren Anzahl anderer Seiten aus zu verlinken.
  • Links im Inhalt oder in der Navigation – Es scheint, dass sich Google und die anderen Suchmaschinen mehr Mühe geben, die genaue Position eines Links innerhalb der Seite zu ermitteln, um ihn entsprechend zu gewichten. Daher stellen Links im Wikipedia-Stil (also direkt innerhalb eines Textes) möglicherweise einen gewissen Vorteil gegenüber Links in starren Navigationselementen dar. Vergesst dabei aber nicht, dass Google immer nur den ersten Link wertet, der im HTML-Sourcecode erscheint!
  • Link in Sidebars und Footers – Neuere Patentanträge, Dokumente zu Suchmaschinen-Theorie sowie die Erfahrungen von SEOmoz (und auch cyberpromote, by the way! ;) ) legen die Vermutung nahe, dass Google Links im Footer und zu einem gewissen Grad auch Links in Sidebars im Wert mindert. Wenn Du also Links für SEO-Zwecke in permanenten Navigationsstrukturen verwenden möchtest, ist die Top-Navigation (oberhalb des Inhalts) möglicherweise die bessere Wahl.

Seitenarchitektur

  • Positionierung des Keywords – Wichtige Keywords sollten bevorzugt so weit als möglich am Anfang des Textinhalts stehen (50 – 100 Worte, wenn möglich sogar noch früher). Suchmaschinen scheinen Seiten ein wenig zu bevorzugen, bei denen das Keyword früher im Text vorkommt.
  • Inhalts-Struktur – Manche schwören auf die Verwendung bestimmter Strukturen beim Aufbau des Inhalts (Einleitung, Hauptteil, Beispiele, Schlussfolgerung – oder der journalistische Stil mit Geschichte, Daten, Schlussfolgerung, Parabel) auch für SEO-Zwecke. In der Praxis konnte aber noch keine Konstellation gefunden werden, die andeutet, sie würde zu einem höheren Ranking führen, also bau den Inhalt so auf, wie er für das Thema und Deine Besucher am besten passt.

Warum halten wir uns dennoch nicht immer an diese Regeln?

Diese Antwort ist relativ einfach. Die Wahrheit ist, dass wir während des Prozesses zum Erstellen von großartigem Inhalt diese Best Practises manchmal vergessen, manchmal ignorieren und manchmal sogar bewusst verletzen (müssen). OnPage-Optimierung ist natürlich wichtig – aber es ist nur ein Stück im viel größeren Puzzle, das die Rankings bestimmt:

google-ranking-kriterien

Sicherlich zahlt es sich aus, die OnPage-Faktoren richtig hinzubekommen, aber in Rands (und meiner) Erfahrung gilt auch hier das 80/20-Prinzip. Wenn Du 20% der wichtigsten Sachen aus der obigen Liste (Seitentitel, URLs, Interne Links) gut machst, bekommst Du dafür schon 80% (manchmal sogar noch mehr) des möglichen Wertes in der OnPage-Gleichung.

Best Practises für Platz 1

Für erfahrene SEOs ist es vielleicht nicht überraschend, aber die Wahrheit ist kurioserweise die, dass OnPage-Optimierung nicht unbedingt an oberster Stelle für das Rennen um Platz 1 steht. Tatsächlich sieht eine Liste für die Vorgehensweise, um auf Platz 1 zu kommen, eher in etwa so wie die folgende aus:

  1. Zugänglichkeit - Inhalt, den Suchmaschinen nicht sehen oder erreichen können, hat niemals eine Chance auf gutes Ranking und deshalb ist die Indexierbarkeit einer Seite das Wichtigste
  2. Inhalt – Du brauchst starken, hochqualitativen Inhalt, der nicht nur Interesse weckt, sondern der Besucher auch dazu anspornt, ihn weiterzuempfehlen. Die Viralität des Inhalts ist möglicherweise der wichtigste bzw. wertvollste Faktor in der Ranking-Gleichung, da dieser die höchste Link-Conversion-Rate zeigt (das Verhältnis der Besucher zu den Besuchern, die später darauf verlinken).
  3. Grundlegende OnPage-Elemente – die Keywords sauber in den wichtigsten Elementen (Seitentitel, URLs, Interne Links) zu verwenden bringt bereits einen imensen Schub für die Möglichkeit der Seite, ein gutes Ranking zu erreichen.
  4. User Experience – die Usability, die Seitengestaltung und die generelle Erfahrung, die ein Surfer auf einer Seite macht, beeinflusst deutlich die später erzielten Links und Erwähnungen in anderen Artikeln, genauso wie sie die Conversion Rate und die Dauer des Besuchs beeinflusst. (Weshalb hier nochmal auf das bald erscheinende Buch meines geschätzten Kollegen Steven Broschart hingewiesen sei: Suchmaschinenoptimierung & Usability für Profis!)
  5. Marketing – nicht nur Rand stellt fest: "großartiger Inhalt ist kein Ersatz für großartiges Marketing". Eine fantastische Marketing-Maschinerie oder starke Kampagne kann deutlich mehr Links ernten als der Inhalt eigentlich "verdient". Und obwohl das unfair scheint, ist es das Prinzip, auf dem der gesamte Kapitalismus der letzten Jahrhunderte aufbaut. "Spreading the word" ist oft genauso wichtig (oder sogar noch wichtiger) wie Recht zu haben, ehrlich oder einfach nur wertvoll zu sein (schau Dir dazu einfach nur mal das politische Spektrum an)
  6. Fortgeschrittene / vollendete OnPage-Optimierung – all das oben in diesem Artikel gesagte ist nicht nutzlos. Aber es ist nicht umsonst am Ende dieser Liste. In unserer Erfahrung trägt das übermäßige Konzentrieren auf OnPage-Details nämlich tatsächlich nicht so viel bei wie die jetzt vorangegangenen 5 Punkte.

Resümee des SEOdioten

Und auch wenn Rand damit zum Ende kommt und die Diskussion in den Kommentaren noch ziemlich weitergeht, ob dieses oder jenes nicht vielleicht doch ein wenig höher oder niedriger bewertet werden soll – für mich ist dieser Artikel insofern einer der bahnbrechendsten Artikel des bisherigen Jahres, einfach weil Rand mal so richtig schön auf den Punkt gebracht hat, mit was man alles seine Zeit "verplempern" kann. Also dass es tatsächlich in vielen Fällen umsonst investierte Arbeit ist, wenn man sich auch noch um die allerletzten Detail-Fitzelchen seines Inhalts sorgt, über die 5- oder 6-malige Verwendung von Keywords in einer Seite streitet oder den SEO fingernägel-kauend regelmäßig erneut fragt, was man denn diese Seite inhaltlich noch weiter verbessern könnte – wenn man sich in der gleichen Zeit stattdessen einfach um ein, zwei weitere starke Links kümmern könnte. Oder generell um die Frage, ob der gebotene Inhalt tatsächlich für die Zielgruppe interessant ist und man nicht vielleicht sein Konzept überdenken und verfeinern sollte…

Was denkt Ihr? Hat Rand hier nun einen echt grandiosen Wurf abgeliefert oder seid Ihr komplett anderer Meinung?


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27 Kommentare zu “Die perfekte OnPage-Optimierung”

[...] Die perfekte OnPage-Optimierung | Der SEOdiot [...]

Steven 19. August 2009 um 08:44

Danke für das Buchadvertising ;-)

Ich kann sehr viele der hier beschriebenen Aspekte bestätigen. Vor allem in Zusammenhang mit den UX-Faktoren (User Experience) lässt sich hier so einiges erklären, was das Verhalten der Suchmaschinen betrifft …

Antworten

Goerni 19. August 2009 um 10:54

Ich finde es schön mal eine Übersicht der On-Page Optimierungsmaßnahmen zu haben. Aber vom Grundsatz her dürfte jeder SEO das schon vorher auch so gemacht haben?!? Oder täusche ich mich da?!?
Von daher ist es nicht wirklich bahnbrechend, aber auf jeden Fall zweckmäßig. Auch finde ich, dass die OnPage Optimierung durchaus an oberster Stelle steht. Erst wenn ich da einen guten Job gemacht habe kann ich mich um die anderen Sachen kümmern. (Ganz abgesehen davon, dass man bei AdWords noch a bissi Geld spart, wegen dem QF)
By the way: Die URL in deiner Grafik stimmt nicht: www.stefanssporteck.de müsste es heißen ;-)

Antworten

seodiot Reply:

Natürlich, wer schon länger SEO macht, der hat das alles irgendwie schon “hinter sich”. Aber es gibt ja so viele, die erst noch am Anfang stehen. Wie oft treffe ich z.B. auf Messen noch auf Leute, die mir erzählen, sie machen bereits SEO – indem sie saubere Meta-Keywords vergeben. Und sie hätten sogar Erfolg damit, weil sie ja für ihren Firmennamen schon auf Platz 1 gekommen sind! Andere wiederum haben so viel verschiedenes Zeug gelesen, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen und sich eben in so Fragen wie “soll ich den Begriff jetzt 5 oder 6mal in der Seite verwenden – ich trau mich nicht, da jetzt irgendwas falsch zu machen” oder “darf mein Titel jetzt nur 68 Zeichen lang sein oder kann ich wenn nicht anders möglich auch mal 80 Zeichen verwenden?” verrennen. Für diese Klientel ist diese Zusammenfassung von Rand Gold wert, weil sie mit solchen Mythen mal aufräumt und die Gewichtung verdeutlicht. Also nicht, dass das andere nicht auch schon versucht hätten – aber Rand ist halt schon sowas wie der Bill Gates der SEO-Szene, dementsprechend bekannt und wenn man sich auf einen Artikel von ihm berufen kann, hat das bei den Leuten meist doch etwas mehr Gewicht als wenn das nur der kleine SEOdiot erzählt…

Und auch bei dem mit der obersten Stelle muss ich Dir zustimmen. Aber eben mit genau der Einschränkung, die Rand macht: es reicht wirklich erst mal, sich auf 20% der OnPage-Arbeiten zu konzentrieren und dann erst mal OffPage die Werbetrommel zu rühren. Erst wenn die Seite gut verlinkt ist, gut konvertiert und schon irgendwo in den Top50 gelandet ist, rentiert sich der weitere Aufwand, um auch die letzten Krümel Ranking-Power mit reinen OnPage-Maßnahmen aus ihr rauszuquetschen…

Bezüglich der Sportecke aber – herrje, ich habe mir tatsächlich einfach irgendwas aus den Fingern gesaugt und vorher nicht nachgesehen, ob es diese Domain nicht vielleicht schon gibt. Hätte ich wohl tun sollen. Also hier gings ja gerade noch mal gut, aber das hätte auch nach hinten losgehen können… Danke daher für den Hinweis!!! ;)

Antworten

SEO-united.de 19. August 2009 um 11:49

Hallo,

einer der besten Blogs dieses Jahr. Die Übersetzung hat sich gelohnt und ist wirklich gut geworden…

Grüße

Gretus

Antworten

seodiot Reply:

Hallo Gretus,

danke für die Lorbeeren, die ich aber sofort an Rand weiterreiche. Und an alle anderen, die ich hier immer nur zitiere und verlinke (Dich ja auch des öfteren), weil ich keine Zeit finde, selber solche grandiosen Artikel zu schreiben oder eigene Grundlagenforschung zu betreiben…

Cheerio,
Markus

Antworten

Frank 19. August 2009 um 13:07

Prima Übersetzung eines inhaltlich stimmigen Artikels – wird sicher einigen weniger Erfahrenen SEO-Newbies weiter helfen.

Wenn man in der Kuchengrafik die drei größten Brocken zusammen nimmt (Die Authority bestimmt sich ja auch wieder nur aus Qualität/Menge der Backlinks), kann man das bereits die letzten Jahre gültige Fazit ziehen:
Du brauchst mehr Links!

Wenn man dann nur noch die immer passende 80:20 Theorie von Pareto, Rand & Dir hinsichtlich Onpage umsetzt, könnte es sogar fast heißen:
Du brauchst (fast) nix außer Links!

Dabei kann man dann auch wieder Einiges falsch machen … aber das wäre dann ein eigener Artikel für nen funktionierenden Linkaufbau hinsichtlich Timing, Menge, Qualität, Linktext-Streuung etc. in Bezug auf Ausgangslage einer Domain & Vorlagen aus dem Mitbewerber-Umfeld.

Wenn ich so lese was ich da gerade schreibe, würde ich sagen ein grundlegender Linkaufbau-Artikel sollte dringend auch mal von jemandem geschrieben werden – mal schauen ob es einer aufgreift ;-)

However – da haste wirklich was Sinnvolles für die deutsche SEO Gemeinde abgeliefert!

Antworten

seodiot Reply:

Danke für die Blumen – die ja aber eigentlich Rand zustehen. Ich bin nur der Übersetzer, weil ich selber zu blöd faul ausgelastet bin, selbst solche Grundlagenartikel zu schreiben. ;)

Und ja, mit den Links hast Du absolut recht. Kämpfe auch grad wieder mit einem Projekt, wo die Seite optisch und inhaltlich wirklich toll aufgebaut und um Längen bedienerfreundlicher als bei den Mitbewerbern ist – diese aber dank massivem und teilweise hanebüchen offensichtlichem, weil sowas von themenfremdem Linkkauf einfach die SERPs dominieren. Also noch nicht mal die von Rand erwähnte Marketing-Maschinerie, sondern ganz banaler Linkkauf en masse…

Naja, spätestens zu Weihnachten hab ich mal wieder Urlaub, dann hoffe ich auf einen Anflug von Langeweile und einen Kuss meiner Muse, dann gibts auch nen Linkaufbau-Artikel. Oder aber Rand schreibt früher was, dann muss ich das Rad nicht neu erfinden sondern nur durch meinen internen Übersetzer jagen.

Wobei mir aber grad einfällt, dass der SEOnaut dazu doch letztes Jahr mal drei wirklich gute Sendungen gemacht hat. Müsste man nur mal transkripieren. Allerdings heißt das bei seiner Ausführlichkeit auch erst mal extrem viel transpirieren… ;)

Antworten

Frank 19. August 2009 um 15:18

Na dann fröhliches Transpirieren oder doch lieber von der Muse knutschen lassen?

Für mich als Podcast-Ignorant wäre vlt. inhaltlich was Neues in dem Transkript – wobei ich das in dem Fall eher bezweifle ;-)

Antworten

Stefan 19. August 2009 um 16:03

Danke, dass du mir die Übersetzungsarbeit abgenommen hast, eigentlich hatte ich das als Task für morgen eingeplant :-)
Bezüglich der Meta-Keywords bin ich allerdings skeptisch, ob man hier so einfach “Punkt” machen kann. Totgesagte leben immer länger als einem lieb sein kann. Auch wenn ich meinen erhobenen Zeigefinger nicht durch Statistiken untermauern kann, wäre ich vorsichtig mit solchen Aussagen.

Antworten

[...] Die perfekte SEO Seite. SEOmoz gibt hier einen richtig guten Basisartikel zum besten. So ein Werk hat komischerweise immer noch gefehlt. Wer nach diesem Tutorial seine Seiten optimiert, wird auch schnell seine Erfolge einfahren. Gehört unbedingt zur Pflichtlektüre. Eine deutsche Übersetzung zu dieser Anleitung findet man übrigens bei Seodiot. [...]

SEO Grundlagen und weitere Tipps 20. August 2009 um 21:42

[...] Link: Die perfekte OnPage-Optimierung | Der SEOdiot [...]

[...] markus uhl aka der seodiot hat sich die mühe gemacht rand fishkins post “perfect keyword targeting + on-page optimization” zu übersetzen. also wer ihn noch nicht kannte oder des englischen nicht mächtig ist, hier gehts lang -> die perfekte onpage optimierung. [...]

[...] der in englischer Sprache im SEOmoz Blog erschienen ist, einige Tipps zur OnPage-Optimierung zusammengestellt. Der Beitrag beschäftigt sich mit der perfekten Architektur der Seite, wichtigen – [...]

Sponsordealer 22. August 2009 um 08:31

Hallo, ein sehr hilfreicher Beitrag, so kan man sein wissen gut auffrischen. Mit der Zeit vergißt man immerwieder kleinigkeiten und die Menge an den gesamelten Tipps ist recht beachtlich. Obwohl ich immer versuche genau diese Punkte zu beachten habe ich die meisten Erfolge wenn ich den Text wirklich so schreibe das er für Besucher geschrieben ist. Spukt mir dabei Google und Ranking im Kopf herum, rankt er später immer schlechter. Klingt komisch ist aber so. :)

Antworten

seodiot Reply:

Also in meinen Ohren klingt das überhaupt nicht komisch, da es mir selbst genauso geht. Beim Texten ist wirklich primär wichtig, dass der Text konvertiert – erst in zweiter Linie sollte er auch gut ranken bzw. tut er das meistens auch automatisch, wenn er gut konvertiert und nicht grad mit Erfolg vor Google versteckt wird.

Ich hab mir daher angewöhnt, prinzipiell in drei Stufen zu schreiben. Erst mal die Rohfassung für die Besucher, dann geh ich drüber und bau ggf. noch Keywords oder Variationen etc. ein – und dann schlaf ich vor allem erst mal eine Nacht drüber oder geh zumindest Mittagessen oder mach mindestens eine Stunde was komplett anderes, bevor ich mich mit frischem Geist nochmal ransetze und den Text endgültig ins Reine schreibe.

Also zumindest bei Texten für Kundenprojekte. In meinen eigenen Blogs – naja, da ist mir “frei Schnauze” dann doch lieber, weil authentischer… ;)

Antworten

[...] Blog Seodiot hat den englischen Artikel von Rand Fishkin über die perfekte OnPage-Optimierung ins Deutsche [...]

[...] auf dem SEOMOZ.org Blog. Die deutsche Übersetzung liefert Markus Uhl in seinem lesenswerten Blog Der Seoidiot Die SEO Tools von SEOmoz erleichtern auch das Ermitteln der Werte der OnPage Faktoren. Um etwa die [...]

[...] ich ganz elegant auf den Kollegen SEOdiot verweisen, der die Notwendigkeiten für die berüchtigte OnPage-Optimierung anschaulich zusammengefasst hat (vor allem in der dort eingebetteten [...]

nikon2k 11. Januar 2010 um 13:12

Also einiges hat mich echt erstaunt, vor allem mit dem h1 – h4 tags.
Weil das liest man soooooo oft daß es zur Onpage optimierung gehört.

Sehr interessanter Artikel.

Antworten

Senkrechtlift 8. März 2010 um 19:10

Schöner Artikel danke fürs Schreiben.Ich habe bei mir auch einiges von deinen Tips befolgt und es stimmt eine gute Position ist ohne Optimierung schwer.

Antworten

seo tommy 22. Mai 2010 um 13:42

saubere Arbeit!
Ich stimme in allem voll inhaltlich zu. Zur Auszeichnung von Überschriften … würd ich immer mit H1, etc. machen, auch Keywords fett auszeichnen oder kursiv. Zumindest habe ich damit noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Ich glaub auch , dass bei bei vielen SEOs die Erfahrung eine große Rolle spielt … un dwad der Buer nicht kennt, datt frett er nich!

Antworten

seodiot Reply:

Das mit Fett oder Kursiv hab ich auch schon des Öfteren gemacht. Allerdings sollte es immer zur Seite passen und nicht übertrieben werden, damit der Lesefluss nicht gestört wird. Sowas sieht sonst schnell unnatürlich aus und selbst wenn die Seite dann rankt, kann man Leser schnell mit unschönen Inhalten wieder vergraulen. Aber natürlich kann das Haupt-Keyword generell fett geschrieben werden. Wobei das ingesamt die Gewichtung ja kaum beeinflusst. Also zwei, drei gute eingehende Links auf diese Seite bringen garantiert deutlich mehr fürs Ranking als die Tatsache, ob das Keyword im Text jetzt fett ist oder nicht…

Antworten

[...] vielen Blogs wurde das Thema OnPage SEO schon ausgiebig behandelt, deshalb werde ich nicht allzu genau auf die einzelnen Elemente des Layouts eingehen, sondern [...]

Thomas 14. Juni 2010 um 18:52

Hallo,

ein wirklich sehr guter, ausführlicher Artikel.
Habe ich direkt einmal gebookmarkt!

Du hast das Thema OnPage Optimierung wirklich sehr gut dargestellt auch die Kuchengrafik ist gut verständlich. Hab ja doch schon einiges gewusst, aber jetzt werd ich meine Artikel wohl doch noch einmal überarbeiten (müssen)!

Beste Grüße
Thomas

Antworten

Jörn 24. Juli 2010 um 14:43

Hi,

bei nicht komerziellen Seiten scheint mir das wichtigste Kriterium immer noch das Alter der Domain zu sein. Guter Content und stärkere Links werden weniger hoch gerankt als wirklich “alte” Domains mit weniger gutem Content oder schwächeren Links.

VG
Jörn

Antworten

seodiot Reply:

Hi Jörn,
ich bin mir allerdings nicht wirklich sicher, ob und wie Google “kommerziell” und “nicht kommerziell” unterscheiden will. Was ist als kommerziell definiert? Ein Shop-System? Wie erkennt Google das zuverlässig? Und ist eine Website, die Adressen sammeln (Newsletter) als ihr Geschäftsmodell hat, nun kommerziell oder nicht? Ist dann auch mein Blog, der eine Subscribe-Möglichkeit per Email hat, kommerziell?
Ich denke daher eher, dass es in den Charakteristika von nicht kommerziellen Seiten liegt. Beispielweise, weil sie in den meisten Fällen tatsächlich unique Content haben, der den Besuchern was nützt. Also nichts gegen viele Shops, die sich bemühen und auch Erfolg haben, aber eine NC-Seite über Satellitenfernsehen, die verschiedenen Geräte, Senderlisten, News, Tipps, Hilfe-Forum und dergleichen ist halt allein vom Content her schon etwas ganz anderes als ein Shop, der Receiver, Schüsseln und Sky-Abos verkauft und meist nur die Produktbeschreibungen als Inhalt hat…
Völlige Zustimmung allerdings beim Domain-Alter. Könnte aber auch eine automatische Charakteristik sein, da es viele NC-Seiten schon lange gibt und diese beständig sind, wohingegen der Ecommerce immer noch lange nicht so weit ausgebaut ist, wie es sein könnte und viele wieder verschwinden oder den Besitzer wechseln und dergleichen…

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