Der Zar ist tot – es lebe der Zar!

Hah! Und wie sie alle in Panik ausgebrochen sind. Der Linkzar hatte eine Drohung ausgesprochen – und nur die wenigsten verstanden es einfach als das, was es war: Satire. Man munkelte über seine unbekannten Mächte und darüber, dass er hierhin und dorthin schon Links gesetzt hatte, um seine Drohung zu untermauern. Davon, dass er ein geprellter Linkverkäufer war, der seine Felle davon schwimmen sah und sich nun in einer großangelegten Aktion rächen wolle. Davon, dass er vielleicht eine Reaktion seitens Google provozieren wollte. Davon, dass er uns alle ins Platzierungsgrab stürzen wird. Und noch vieles mehr. Aber was passierte im Endeffekt? Nichts, nada, njente.

So richtig lustig finde ich daher die “Auflösung” dieses Scherzes. Besucht doch jetzt einfach nochmal seine Seite und lest selbst (ja, dafür gibts von mir nen richtigen Follow-Link, denn ich habe mich wirklich köstlich amüsiert – danke, Linkzar!).

Und an alle, die tatsächlich kalte Füße bekommen haben und ernsthaft auf den Verpetze-Zug aufgesprungen sind: überlegt doch mal, warum das der Fall war? Warum habt Ihr denn überhaupt ein schlechtes Gewissen? Wenn ihr so “verwundbar” seid, solltet Ihr dann nicht vielleicht die eine oder andere Eurer “SEO”-Aktionen überdenken?

Nix für ungut – und ein herzliches “Nastrowje” aus Bayern an den Linkzar, wer auch immer Du bist und wo auch immer Du sitzt…

[Edit: ich vergass zu erwähnen, dass ich auch erst über den Eintrag von SEO-Rama darauf aufmerksam wurde, dass der Linkzar seine Seite geändert hat - also Credits an Kai!]


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2 Kommentare zu “Der Zar ist tot – es lebe der Zar!”
internetente 14. März 2009 um 02:02

“So richtig lustig finde ich daher die “Auflösung” dieses Scherzes. Besucht doch jetzt einfach nochmal seine Seite und lest selbst”

Welche Auflösung? Welcher Scherz? Vielleicht kannst du das ja nochmal etwas genauer Ausführen… vielleicht bekommt da jemand wirklich endlich kalte Füße

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seodiot Reply:

Ohje. Schon der zweite, bei dem ich versuchen muss, diesen Humor zu erklären… ;)

Meine Interpretation ist diejenige, dass der Linkzar von Haus aus ein Hoax war. Ein sich lustig machen über die ganze Thematik der Russenlinks und überhaupt des ungeschickten Einkaufs von Links. Dieses Thema füllte ja in den letzten Monaten bereits viele andere Blogs, in denen “fachlich” darüber diskutiert wurde und ich bin mir sicher, dass bereits zu diesem Zeitpunkt “Russenlinks” für viele das SEO-Unwort des Jahres war. Also kam jemand auf die Idee: machen wir doch ‘ne richtige Groteske aus dieser Diskussion (ich ringe nach einem Vergleich, finde jedoch nichts konkretes, verweise aber auf das Satiremagazin Titanic, da auch oft Scherze in dieser Richtung macht), nennen wir uns Linkzar und stellen die Hypothese auf, dass die ganze Sache um eine Kölner SEO-Firma und den damit verbundenen Absprung vieler Russenlink-Käufer jetzt wirklich mein Geschäft in den Ruin treibt, da dieser fiktive Linkzar eben der große Dreh- und Angelpunkt für dieses Business ist. Mal sehen, was die SEO-Gemeinde draus macht, wenn ich ihnen sage, dass ich das natürlich nicht gut finde und daher diese ganze Diskussion beenden möchte, damit sie wieder in den Untergrund rutscht und mein Geschäft nicht mehr so öffentlich diffamiert wird. Also “drohe” ich jedem, der das Wort “Russenlinks” verwendet, einfach damit, dass ich ihn massiv mit Links beschieße, auf dass ihm das gleiche passiert wie den Kunden besagter SEO-Firma. Damit Ruhe herrscht.

Nun, was die Leute draus gemacht hat, haben wir ja gesehen. Viele haben es einfach ignoriert oder uns “Mitmacher” sogar als Zeitverschwender und dergleichen beschimpft (ihr Spaßbremsen! ;) ), die meisten fanden es tatsächlich lustig und sind mehr oder weniger scherzhaft drauf eingestiegen, aber ich bin mir sicher, dass es auch einige gegeben hat, die das für bare Münze genommen haben und in entsprechende Panik ausbrachen, dass ihnen da jetzt tatsächlich jemand ans Bein pinkeln könnte.

Und dann eben die Auflösung. Das Ende des Scherzes. Das ich so interpretiere, dass doch echt jeder mal wieder in sich gehen und über seine Link Building Techniken nachdenken soll. Gerade diejenigen, die wirklich glaubten, der Linkzar würde eine reale Person sein und einen Groll gegen die plötzliche Sanktion Googles eine Kölner SEO-Firma betreffend hegen.

Ich kanns leider nicht besser ausdrücken. Humor ist nun mal schwer zu “erklären”. Ich finds jedenfalls eine gelungene Satire. Die man verstehen kann – oder auch nicht. Ist wohl abhängig vom eigenen humoristischen Verständnis. Wobei ich da auch offen zugebe, dass meines schon etwas “krank” ist, da ich auch über die von vielen als absolut geschmacklos bezeichneten Scherze der Titanic bezüglich des letzten Amoklaufs herzhaft lachen kann. Aber so ist das Leben – wir sind alle verschieden. Und wenn jemand die Linkzar-Geschichte nicht lustig findet oder nicht “versteht” – nun ja, dann ist das einfach so. Ich kann nur wiederholen: ich fands lustig…

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