GInspector – wie sehen die Suchergebnisse woanders aus?

Jetzt muss ich doch auch mal Werbung für eines unserer Tools machen. Wir haben GInspector entwickelt, um schnell und bequem regionalisierte Google-Suchergebnisse zu sehen. In der heute freigegebenen, neuen Version 2.0 geht das jetzt sogar bis auf einzelne Landkreise runter.

Denn natürlich ist es im Sinne von Google, dass jemand aus München für den Begriff “Pizza Lieferdienst” genau auf seinen Standort passende und damit gänzlich andere Suchergebnisse bekommt als jemand aus Hamburg. Und tatsächlich sehen wir ja langsam verstärkt die Auswirkung dieser Regionalisierung. Es kommt immer häufiger auch für Begriffe ohne offensichtlich regionalen Bezug vor, dass wir einen Kunden vom anderen Ende der Republik am Telefon haben, der seine Website auf einem  anderen Platz sieht als wir hier.

Doch das Ganze geht noch ein Stück weiter. Denn nicht nur die Suchergebnisse sind regionalisiert, sondern vor allem auch die AdWords-Anzeigen. Wie macht man sich aber ein Bild einer regionalisierten AdWords-Kampagne, wenn man nicht selbst in diesem Gebiet sitzt? Ganz einfach: Region im GInspector auswählen – und go!

Natürlich – auch ohne dieses Tool kann man mit Hilfe der manuellen Angabe der entsprechenden Parameter Google dazu bringen, einem die Ergebnisse so zu präsentieren als würde man da oder dort auf dieser Welt sitzen. Doch dieses Verfahren ist umständlich und fehleranfällig. Und wer das noch dazu für mehrere verschiedene Länder bzw. Regionen machen will, der wird schnell wahnsinnig mit dem Eintippen. Außerdem lädt so ein Tool ja geradezu dazu ein, einfach mal etwas ins Blaue zu googeln, sich die ganzen Ergebnisse aus verschiedenen Regionen anzusehen, sie miteinander zu vergleichen (denn natürlich kann man zwei “Fenster” nebeneinander haben, um direkt die Unterschiede zu sehen) und damit vielleicht etwas über seine Mitbewerber zu lernen. Oder auf neue Möglichkeiten für effektive Maßnahmen zu stoßen. Oder wie auch immer.

Was auch ein sehr interessantes, neues Feature ist: die Google-Glaskugel. Wir haben uns die Mühe gemacht, mal die vielen Ergebnisse der unzähligen Google Datencenter zu durchforsten und über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Dabei kristallisierte sich heraus, dass es de facto nur immer 5-15 “Gruppen” von Datencentern gibt, deren Mitglieder die gleichen Ergebnisse liefern. Es ist also völlig müßig, all die hunderten oder tausenden von IP-Adressen abzufragen, wenn man einmal das Schema erkannt und die Gruppen identifiziert hat. Und was man aus den Bewegungen in den Datencentern sehen kann, weiß wohl jeder SEO selbst. Oft breiten sich nämlich Veränderungen langsam über die Datencenter aus und sind nur in den seltensten Fällen wirklich sofort oder nur innerhalb weniger Minuten weltweit umgesetzt. Somit kann man mit dem GInspector und genauer gesagt diesem Feature der gruppierten Datencenter recht komfortabel sehen, ob sich eventuell etwas anbahnt. Ein schönes Praxisbeispiel zu einem Platzierungsrückgang von t-mobile.de haben wir dazu in unserer Pressemeldung.

Nun denn – ich weiß, dass Eigenlob stinkt, aber das ist doch echt mal ein nützliches Tool. Und wenn andere schon schamlos ihren Blog monetarisieren, mach ich jetzt einfach mal schamlos Werbung für unser Tool. Auch wenn der Erlös nicht direkt in meine Tasche fließt. *schnief* ;)


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