Das neue SEOdiotische Notebook – Asus Pro55S

Gestern kam zum x-ten Mal eine Nachricht meiner kleinen Göttin: “du, der Laptop ist abgestürzt und zeigt jetzt beim Hochfahren ‘No OS found’ oder so an, was soll ich jetzt machen?”. Doch dieses mal ist mir der Geduldsfaden gerissen…

Mein Sony Vaio PCG-irgendwas hat mich jetzt fast auf den Tag genau 7 Jahre treu begleitet. Es war damals die letzte Investition, die ich als Selbständiger tätigte und ich legte damals glaub ich noch rund 1.200€ dafür auf den Ladentisch. Mit seinem 1GHz-Prozessor, 256MB RAM und 20GB Festplatte war er für damalige Verhältnisse gar nicht mal so schlecht ausgestattet. Er war zwar nicht gerade ein Leichtgewicht, aber ansonsten – man konnte gut mit ihm arbeiten.

Aber das war eben vor sieben Jahren. Und inzwischen habe ich schon oft geflucht und wollte ihn aus dem Fenster werfen, weil das Ding subjektiv gesehen so unerträglich langsam war. Vor allem die verbaute Festplatte gehörte zum schnarchigsten, was ich jemals erlebt habe. Sobald XP anfing, irgendwas auszulagern, wars aus mit der Performance.

Pluspunkt war allerdings, dass darauf sogar mein Line6 Toneport sowie Cubase liefen. Mit dem Ding haben wir tatsächlich für unsere letzte CD alle Gitarren- und Bassparts eingespielt und den gesamten Rough Mix der insgesamt 16 Tonspuren konnte ich auch damit machen. Ruckfrei.

Aber jetzt war es wie gesagt genug. Da die Festplatte wohl sowieso nicht mehr lange mitmachen wird, bin ich gestern in einem Anfall von Kurzschlussreaktion zum Saturn gefahren und habe mir ein Asus Pro55S für 599€ geholt. Ein wie ich finde brilliantes 15,4 Zoll-Display, Intel Dual-Core mit 2,16GHz, 3GB RAM, 250GB Platte, DVD-Brenner, eingebautes WLAN und Kamera/Mikrofon und genügend Anschlussmöglichkeiten – was will ich mehr?

Und für jeden, der sich auch gerade überlegt, sich nen Schleppdepp zuzulegen: leider habe ich jetzt noch keine Langzeiterfahrung, aber der erste Eindruck von gestern abend ist sehr gut. Die Platte ist schnell, das Display einfach wahnsinn und die Tastatur fühlt sich nach kurzer Eingewöhnung richtig gut an. Nur mit der Scrollfunktion des Touchpads habe ich mich noch nicht angefreundet. Genausowenig wie mit Vista im Allgemeinen. Aber das sind auch nur anfängliche Sachen. Die Performance des Teils scheint jedenfalls absolut in Ordnung.

Jetzt freu ich mich so richtig aufs Wochenende, denn dann wird World Of Warcraft installiert und dann kann ich wirklich was zur Gesamtperformance des Systems aussagen. Vorausgesetzt, ich habe dann noch Gelegenheit dazu. Meine kleine Göttin scharrt nämlich schon seit fast einem Jahr mit den Hufen, weil sie auch endlich einen WoW-Account haben will, damit wir zusammen durch Azeroth ziehen und Abenteuer erleben können. Was bisher eben nicht ging, weil nur der Desktop-PC entsprechend “fit” war und wir also nicht zusammen hätten zocken können. Alleine wollte sie nämlich auch nicht.

Jedenfalls wird der SEOdiot demnächst vielleicht öfter mit dem Asus unterwegs sein. Gerüchte besagen nämlich vor allem, dass mein Stamm-Biergarten vor meiner Haustür dieses Jahr einen Hotspot anbieten will. Was also wiederum auch mehr Möglichkeiten zum Bloggen gibt. Oder zum Twittern. Ach, mal sehen…

Nachtrag vom 6. Februar:

Da ich nun ja schon zwei Wochen mit dem Notebook Erfahrungen sammeln konnte – ich bin echt zufrieden. Die Akku-Laufzeit ist zwar nicht gerade die tollste, aber wer wirklich stundenlang mobil computern will, der braucht eigentlich bei jedem Notebook entsprechende Zusatzakkus. Was die sonstige Performance angeht, bin ich echt überrascht. Gerade World of Warcraft läuft sauber mit 27-30 Frames pro Sekunde bei den Standard-Grafik-Einstellungen (einzige Ausnahme: die Sichtweite hab ich reduziert), so dass es echt Spaß macht, abends auf der Couch schnell ein paar einfache Daily Quests zu absolvieren. Das Display ist einfach nur als brilliant zu bezeichnen und der Sound ist für ein Notebook absolut ok. Das einzige, was mich wirklich stört ist die Tastatur, an die ich mich noch nicht gewöhnt habe. Die Cursortasten sitzen etwas ungewöhnlich und vor allem die Function-Taste ganz links unten macht mich fertig. Ich bin es gewohnt, gerade beim Schreiben von Texten viel mit der STRG-Taste zu arbeiten, um schnell hin- und herzuspringen. Aber dort drücke ich jetzt aus Gewohnheit immer die Function-Taste bzw. ist das Erreichen der STRG-Taste nicht so intuitiv wie bei einer normalen Tastatur. Aber damit kann ich leben bzw. gewöhne ich mich schon noch daran. Alles in allem bereue ich den Kauf also keinesfalls und kann dieses Notebook für diesen Preis guten Gewissens weiterempfehlen.


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1 Kommentar zu “Das neue SEOdiotische Notebook – Asus Pro55S”
PC-Doktor 5. Juni 2009 um 10:08

Zum Thema WLAN in diesem Gerät.

Bei einem Bekannten war der Empfang bei WLAN immer sehr schlecht, musste das Laptop fast direkt neben den Router legen, dachte schon es liegt am Router oder Sonnenflecken oder sonstwas ;-)

Also mal die Serviceklappe unten aufgeschraubt und siehe da, am WLAN-Modul waren beide Antennenkabel NICHT angesteckt sondern baumelten lose im Gehäuse rum. Das eine war noch dazu falsch vom Gehäusedeckel her eingefädelt (über das HDMI Modul drüber, statt vorbei) so dass die Länge zuerst gar nicht gereicht hat.

Nach dem Anstecken beider Antennenkabel am WLAN-Modul war alles perfekt, super Empfang.

Danke ASUS für so einen Pfusch!!

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